Mit Verspätung: Erste bittet zum Rückrundenauftakt

Gegen Westfalia Rhynern wird am Sonntag (14:30 Uhr) die zweite Saisonhälfte eingeläutet
Artikel vom 6. Februar 2026
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AUSGANGSLAGE
Mit einer Woche Verspätung startet die Oberliga Westfalen an diesem Wochenende in die Rückserie. Nach der witterungsbedingten Absage des Auswärtsspiels beim FC Eintracht Rheine aus der Vorwoche (Nachholtermin bisher nicht bekannt) geht es nun mit einem anspruchsvollen Heimspiel gegen Westfalia Rhynern in die zweite Saisonhälfte. „Wir sind bereit uns freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt unser Trainerduo Torsten Maas und Steffen Büchter nach einer Vorbereitung, die es in sich hatte. „Es war auf jeden Fall herausfordernd für die Jungs und für uns, aber wir haben das Beste aus den schwierigen Bedingungen gemacht. Die Trainingseinheiten und Testspiele haben aufgezeigt, in welchen Bereichen wir noch Luft nach oben haben“. In der Tat war unser Team zum Experimentieren gezwungen, als Trainingseinheiten kurzfristig vom Fußballplatz ins Kickboxstudio „Sticks and Stones“ an der Hammer Straße oder in den Kraftzirkel des „Cleverfit“ in Senden verlegt wurden. Ein gefragter Mann war auch Gievenbecks Athletikcoach Tarek Petzel, der die Fitness der Jungs in den letzten Wochen ganz genau im Blick hatte. Das vergangene Wochenende nutzte der FCG für einen Trainingstag sowie ein internes 11-gegen-11, während es vorher mit einem Turnier gegen Preußen Münster U23 (0:0), GW Nottuln (2:0), Eintracht Ahaus (4:2), den SC Peckeloh (0:2) und SuS Neuenkirchen (2:1) diverse Leistungsvergleiche gab. Die beste Nachricht dabei: Es sind, bis auf kleine Ausnahmen, alle Jungs fit geblieben. Selbst die Langzeitverletzten Timon Tenambergen, Tom Sikorski und Leo Scheipers sind voll ins Mannschaftstraining integriert, ein Comeback in der Liga scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
GEGNERCHECK
Ziemlich abgeklärt und sportlich erfolgreich bestritt unser erster Pflichtspielgegner im Jahr 2026 die zurückliegende Hinserie. Der SV Westfalia Rhynern ist punkt- und torgleicher Tabellendritter - gemeinsam mit ASC Dortmund - und steht in unmittelbarer Nähe zu einem direkten Aufstiegsplatz. Und das unter einem Trainerduo, das zunächst gar nicht geplant hatte, den Job im Hammer Süden anzutreten. Anfang Juni verkündete der Verein die interne Lösung mit David Schmidt und Tobias Langner auf der Trainerbank, weil „der eigentlich feststehende externe Kandidat den Westfalia-Verantwortlichen wieder abgesagt“ hatte. Schmidt war und blieb auch sportlicher Leiter, Langner rückte als Co- Trainer hoch. Diese Entscheidung dürfte niemand bereut haben, denn sportlich funktioniert die Westfalia bestens: Erst zwei Niederlagen - die letzte gab es im Oktober - setzte es für Rhynern bei elf Siegen und vier Remis. Mit 41 Treffern stellen sie obendrein den besten Angriff der Liga, vor allem Mittelstürmer Wladimir Wagner sticht mit 13 Treffern heraus. Trotzdem kamen in den vergangenen Tagen Gerüchte auf, dass es im kommenden Sommer zu einem Wechsel auf der Trainerbank kommen könnte: Mehrere Medien berichteten übereinstimmend, dass es eine Einigung mit Ex-ASC-Coach Marco Stiepermann gebe, die Schmidt aber vorerst dementierte: „Für mich persönlich ist die Entscheidung über meine eigene Zukunft noch nicht gefallen. Der Verein hat mir sehr klar signalisiert, dass ich selbst entscheiden kann, ob ich künftig in einer Doppelfunktion, ausschließlich als Trainer oder als sportlicher Leiter weitermachen möchte“, sagte er gegenüber FuPa. In diesem Zuge gäbe es einen klaren Zeit- und Kommunikationsplan, den Vorrang haben derzeit interne Gespräche, die bisher nicht stattgefunden hätten.
LETZTE DUELLE
In der Hinserie gab es ein schmerzhafte 0:2 (0:0)- Auswärtsniederlage unserer Mannschaft im Westfalia Sportpark. Früh verschoss Fabian Witt einen Strafstoß in einer starken Anfangsphase des FCG, der das Spiel zu lange offen hielt und Rhynern so in der Schlussphase die Möglichkeit gab, in Führung zu gehen - durch zwei Standardtore entschied die Westfalia die Partie für sich. Aber auch sonst liest sich die Bilanz eher einseitig: In elf Duellen konnte Rhynern sieben Mal als Sieger vom Platz gehen, zwei Spiele endeten Remis, zwei Duelle gewann der FCG.
TRAINERSTIMME
„Wir haben schon das ein oder andere Mal zu spüren bekommen, dass Rhynern ein sehr unangenehmer Gegner ist“, sagt FCG- Coach Torsten Maas. „Sie sind physisch stark, sehr robust und durchsetzungskräftig und sie haben gute, eingespielte Abläufe. Ich sehe schon, dass sie gute Chancen haben, ganz lange um den Aufstieg mitzuspielen, sehe aber auch, dass wir uns in den letzten Partien gegen Rhynern gut geschlagen haben. Wir werden ihnen zuhause nichts schenken und wollen eine ähnlich starke Performance wie im Hinspiel liefern“.
PERSONAL
Wie bereits erwähnt konnten Timon Tenambergen nach 17- monatiger Pause und Tom Sikorski nach 14- monatiger Pause im Januar ihre langersehnte Rückkehr auf den Fußballplatz feiern. Ebenfalls fit ist Leo Scheipers, der zuletzt im Mai 2025 im Pflichtspiel auf dem Platz stand und seitdem pausierte. Ausfallen werden hingegen Marvin Holtmann (Kreuzbandriss), Jonas Tepper (Achillessehne) und der noch für eine Partie rotgesperrte Mika Keute.
DER SPIELTAG IM SPORTPARK
11:00 Uhr: U19 vs. TSC Eintracht Dortmund (Westfalenliga, dein-echo.de-Arena)
13:00 Uhr: U14 vs. TSC Eintracht Dortmund (Testspiel, dein-echo.de-Arena)
14:30 Uhr: ERSTE vs. Westfalia Rhynern (Oberliga Westfalen, UKM-Arena)
17:30 Uhr: DRITTE vs. MS Mitrovica (Testspiel, UKM-Arena)
STADIONHEFT
Hier geht es zur 49er- Ausgabe gegen Westfalia Rhynern mit einer Story zu Innenverteidiger Malte Wesberg, einem Gegnercheck und News über die Jugendabteilung des FCG sowie die Seniorenteams.
#AUSPURERFREUDEAMSPIEL
Foto: sportfotografie.ms
