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Sind alle guten Dinge drei?

Erste Mannschaft möchte nach zuletzt zwei klaren Siegen erneut beim SV Schermbeck siegen

Artikel vom 12. Februar 2026

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    AUSGANGSLAGE

    Die „Story des Spiels“, wie es beide Trainer auf der zurückliegenden Pressekonferenz nach der Partie unserer Ersten Mannschaft gegen Westfalia Rhynern (0:3) treffend beschreiben wollten, war eine sehr eindeutige und wies klare Parallelen zum Hinspiel in Rhynern (0:2) auf: „Im Grundsatz haben wir ein Spiel gesehen, was vom Ergebnis sehr positiv für uns ausfällt“, sagte Rhynerns Coach Tobias Langner. „Auf der anderen Seite muss man betrachten, wie das Ergebnis zustande kommt - und da muss man ehrlicherweise sagen, war von den reinen Spielanteilen mehr auf Gievenbecker Seite“. Langner verwies auf einen ähnlichen Spielverlauf im Hinspiel, lobte seine Mannschaft für einen fleißigen Auftritt, zollte unserem FCG aber großen Respekt für zwei starke Leistungen und zwei Partien, in denen sich die 49er nicht belohnen konnten. Abgucken kann man sich von den starken Gästen aus Hamm vor allem ihre Abgeklärtheit sowie die defensive Stärke: Kerim Karyagdi (03.) und Henrik Koch (39.) verwerteten zwei Konter in Halbzeit eins mustergültig, Joker Johannes Thiemann legte kurz vor Spielende nach (88.). Eine gute Nachricht aus dem Gievenbecker Lager sollte es an diesem tristen Sonntag trotzdem geben: In der 73. Spielminute wechselte unser Trainerduo Torsten Maas und Steffen Büchter den gerade 17- jährigen Cem Tasdelen ein. Durch die Zertifizierung als FLVW-Ausbildungsverein ist es seit der Rückrunde erlaubt, auch U19- Jungjahrgänge vorzuseniorieren und sie einzusetzen. Tasdelen avanciert damit zum jüngsten Gievenbecker, der jemals für den FCG auflaufen durfte. 

    GEGNERCHECK 

    Bereits am morgigen Freitagabend (19:00 Uhr) geht es auswärts unter Flutlicht in den 22. Spieltag der Oberliga Westfalen. Dabei trifft unser FCG auf den SV Schermbeck, der als derzeitiger Tabellen-16. in der Hinrunde hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist. Für Sportvorstand Markus Falkenstein war es zwar klar, „dass man mit so vielen jungen Spielern nicht erwarten darf, sofort auf Platz fünf bis sieben zu landen. Dass wir aber so weit von unserem Ziel entfernt sind, damit hatte niemand gerechnet“, zog er ein ehrliches Fazit gegenüber dem „kicker“ im Januar. Als Reaktion darauf tätigte der SVS im Winter einige gezielte Transfers, um den Kader zu stabilisieren: Für die Offensive kamen mit Divine Boafo (20) sowie Rückkehrer Tolga Özdemir (24) zwei Spieler, die zuletzt beim Regionalligisten VfL Bochum II eher Ergänzungsrollen innehatten, nun aber für mehr Tempo, Kreativität und Torgefahr sorgen sollen. Vor seinem Wechsel nach Bochum machte sich Özdemir bereits einen Namen in Schermbeck, als er zwischen 2021 und 2023 in 59 Spielen 28 Tore in der Oberliga erzielen konnte. Defensiv sollen Kingsley Marcinek (KFC Uerdingen) und Kasper Harbering (1.FC Bocholt) für Stabilität und Sicherheit sorgen. Ein Einschnitt war hingegen die Vertragsauflösung des spielenden Co-Trainers Timur Karagülmez, der Mitte Januar seinen Vertrag auflöste. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit Trainer Engin Yavuzaslan, nachdem Karagülmez nach einem Kreuzbandriss eigentlich zur Rückrunde hätte zurückkehren wollen. 

    LETZTE DUELLE

    In den zurückliegenden Duellen scheint uns der SV Schermbeck besonders gut gelegen zu haben. Die letzten fünf Duelle konnten wir allesamt für uns entscheiden, unter anderem gab es im Hinspiel einen 4:2- Erfolg und zwei Monate später beim Aufeinandertreffen im Westfalenpokal-Achtelfinale einen 5:1- Auswärtssieg. „Diese beiden Spiele, in denen unser Gegner sehr dominant war, haben für uns keinerlei Bedeutung mehr”, betont Schermbecks Coach Yavusaslan im Vorbericht der „NRZ“ jedoch ausdrücklich. „Wir wollen unserer Linie treu bleiben, unbedingt gewinnen und keinesfalls mit Wut oder Frust in diese Begegnung gehen.”

    TRAINERSTIMME

    „Auf uns wartet eine sehr spannende Aufgabe“, sagt FCG- Coach Steffen Büchter über den morgigen Gegner. „Schermbeck hat sich zuletzt ergebnistechnisch stark stabilisiert und braucht in der Rückrunde weiter dringend Punkte für den Klassenerhalt. Sie haben in der Pause qualitatives Personal dazugewinnen können und werden sicherlich auf Revanche für die beiden Niederlagen in der Hinrunde gegen uns pochen“. Für seine Mannschaft wird es erneut darum gehen, „es auch ein drittes Mal unter Beweis zu stellen, dass wir genau wissen, worauf es ankommt, um gegen Schermbeck zu gewinnen“. 

    Foto: visualsofsport

    #AUSPURERFREUDEAMSPIEL