Duell der Mittelfeldteams in Clarholz

Trotz geringem Etat: Der FCG und der formstarke TSV freuen sich beide über stabile Oberliga-Saison
Artikel vom 13. März 2026
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AUSGANGSLAGE
Zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit gab es zuhause den nächsten Teilerfolg gegen ein Spitzenteam der Oberliga. Nachdem bereits der ASC Dortmund Ende Februar Punkte im Sportpark Gievenbeck gelassen hat (1:1), holte der FCG selbiges Resultat gegen den sich mitten im Aufstiegskampf befindenden SV Lippstadt. „Wir freuen uns, dass wir hier noch einen Punkt mitgenommen haben, denn es spiegelt den Aufwand, den unsere Mannschaft heute geleistet hat, wieder“, sagte FCG-Coach Torsten Maas anschließend bei den „Stimmen zum Spiel“ im FCG- Treff. Er spielte damit einerseits auf die Rückkehr seiner Mannschaft auf den schwer bespielbaren Rasenplatz an, andererseits zollte er der nochmals verjüngten Elf, in der U19- Jungjahrgang Cem Tasdelen erstmals in die Startelf rückte, seinen Respekt. „Schön, dass wir drangeblieben sind und uns nicht haben brechen lassen von dem unglücklichen 0:1“. Dies fiel durch Max Kamann nach einem Eckball (53.), ehe sich Lippstadt mit der Führung im Rücken defensiv positionierte und dem FCG den Ballbesitz überließ. Es dauerte schließlich bis zur 86. Spielminute, als Ben Wolf nach Vorarbeit des eingewechselten Niklas Klinke zum rundum verdienten Ausgleichstreffer einschob.
GEGNERCHECK
Ein Duell zweier Teams aus dem oberen Tabellenmittelfeld bringt der 26. Spieltag zwischen unserem FCG und dem TSV Victoria Clarholz. Beide Mannschaften werden mit dem Zwischenfazit mehr als leben können, denn beide spielen eine konstante wie stabile Saison, ohne in größere Abstiegssorgen reinzurutschen. Seit 2020 gehört Clarholz zum Oberliga-Ensemble und hat Dank eines starken Starts in die Rückserie mittlerweile elf Punkte auf die abstiegsbedrohten Plätze angehäuft. Nach einer knappen 1:2- Pleite gegen die SG Wattenscheid punktete Clarholz in sämtlichen Duellen gegen direkte Konkurrenten: Vreden wurde mit 1:0 besiegt, gegen Ennepetal (2:2) und Finnentrop/Bamenohl (2:2) folgten zwei Remis - jeweils nach 0:2- Rückstand. Zuletzt legte der TSV noch einen drauf und bezwang erst Türkspor Dortmund (2:1) und letzte Woche RW Ahlen (2:0). Gerade letzteres Duell hätte nach den Treffern von Julius Wiedemann und Nick Flock im ersten Durchgang noch deutlich höher ausfallen können. „Wir wollen mutig sein, aber gleichzeitig stabil bleiben“, sagte Clarholz- Cheftrainer Christian Lichte noch in der Saisonanfangsphase. Er selbst sieht sein Team in der Oberliga eher als Außenseiter bei vielen deutlich finanzstärkeren Clubs. Möglich gemacht wird der Erfolg hingegen eher durch besondere Strukturen im Ort: Einen großen Sponsor gibt es nicht. Stattdessen trägt eine breite Basis kleinerer Unterstützer und viel Ehrenamt den Verein, der im „Holzhofstadion“ seine Heimspiele austrägt und dort auch regelmäßig von einigen Lautstarten Unterstützern angefeuert wird.
LETZTE DUELLE
Hart umkämpft waren die Duelle zwischen unserem FCG und Victoria Clarholz bereits zu Westfalenliga-Zeiten zwischen 2013 und 2020. Seit dem Aufstieg beider Teams in die Oberliga gab es zwei Gievenbecker und zwei Clarholzer Siege sowie drei Remis.
TRAINERSTIMME
„Clarholz spielt wieder eine sehr gute und konstante Saison und ist darüber hinaus aktuell sehr formstark“, sagt FCG-Trainer Steffen Büchter im Vorfeld der anstehenden Partie. „Die Duelle, allen voran auswärts in Clarholz, sind immer ekelig, ausgeglichen und unangenehm, auch weil sie sehr einfachen, klaren und physischen Fußball spielen. Im Hinspiel konnten wir unsere Vorteile gut ausspielen und werden am Sonntag wieder alles investieren, um auswärts für eine starke Leistung und drei Punkte in Frage zu kommen“.
PERSONAL
Nach seiner krankheitsbedingten Pause gegen Lippstadt wird Felix Ritter in Clarholz wieder zum Kader gehören. Neben Tom Sikorski, Timon Tenambergen, Marvin Holtmann und Henrik Winkelmann wird auch Benedikt Fallbrock ausfallen. Er zog sich beim Spiel der Zweiten Mannschaft am vergangenen Wochenende eine leichte muskuläre Verletzung zu.
Foto: Michel Berndsen
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