"Eschis" Abschied wird zu Spiel um Platz sechs

Gegen die U21 von Arminia Bielefeld geht es um den perfekten Ausklang einer starken Saison
Artikel vom 28. Mai 2026
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AUSGANGSLAGE
Mit einem regelrechten Offensivspektakel beendete unsere Erste Mannschaft die Auswärtstour der Oberliga-Spielzeit 2025/26. In Ostwestfalen bei der Zweiten Mannschaft des SC Verl setzte es nach 90 intensiven Minuten ein gerechtes 3:3 (2:2)- Remis. Es ging hin und her: Erst führten die Gastgeber (16.), ehe Fabian Witt nach zwei schön herausgespielten Toren die Wende herbeiführte (24., 31.). Lange hielt die Führung nicht, denn Verl kam noch vor der Pause zum Ausgleich (39.). Und obwohl beide Teams nach dem Seitenwechsel nochmal trafen - erst erzielte Leon Richter (58.) die zweite Gievenbecker Führung, bevor Verl wieder ausglich (77.) - hätte die Partie in beide Richtungen kippen können und vom Ergebnis noch höher ausfallen können. „Offensiv und im eigenen Ballbesitz war es eine starke Partie von uns, gegen den Ball und in der Box haben wir uns nicht immer gut angestellt“, so das FCG- Trainerduo Torsten Maas und Steffen Büchter. Sie mussten beim letzten Auswärtsspiel auf zehn Spieler verzichten, verhalfen Connor Janning zwischen den Pfosten zum Oberliga-Debüt und wechselten mit Mateo Carim Maurer kurz vor Schluss auch erstmals in dieser Saison in der Liga einen Spieler der Zweiten Mannschaft ein.
GEGNERCHECK
Die Westfalenpokal-Qualifikation über den Ligaweg hat unsere Mannschaft damit erfolgreich gemeistert, ehe am kommenden Samstag (14:30 Uhr) im letzten Spiel der Saison zuhause das „Spiel um Platz sechs“ ansteht. Gegner im letzten Spiel unserer langjährigen Nummer eins Nico Eschhaus ist die U21 von Arminia Bielefeld, derzeitiger Sechster mit zwei Zählern Vorsprung vor unserem FCG. Ein Sieg müsste also her, um die Arminia in dieser Saison noch überholen zu können. Im März letzten Jahres verkündete der DSC, nach der Abmeldung 2018 wieder eine neu gegründete U21 in den Ligabetrieb etablieren zu wollen. Als „strategischer Baustein, um talentierten Nachwuchsspielern eine Perspektive zu bieten, den Übergang in den Herrenfußball zu verbessern und um die Jungs an den Profibereich heranzuführen“ wurde der Antrag der Arminia, leistungsorientiert in der Oberliga zu starten, vom Verband genehmigt - mit der Erklärung, dass die U21 zwei Saisons in Folge nicht sportlich aufsteigen darf. Trainer Oliver Döking ordnet die erste Spielzeit in der Fünftklassigkeit ein und betonte gegenüber Reviersport, dass es in erster Linie um die Entwicklung der Spieler gehe: „Spaßeshalber schaue ich manchmal auf die ersten Testspiele und Trainingseinheiten zurück und ziehe Vergleiche. Da muss ich sagen: Es ist enorm, wie jeder seine Schritte geht, als Spieler und am Ende des Tages auch als Mensch", sagte der 32-Jährige. Die Saison verkaufe dabei „in Wellen“, wie Döking betont, also weniger konstant und mit den üblichen Höhen und Tiefen: „Es gibt Phasen, da läuft es gut. Wir sind gut aus dem Winter gekommen, hatten dann aber eine Phase, in der es offensiv nicht so lief. In den vergangenen Wochen haben wir daran gearbeitet, uns defensiv zu stabilisieren und zu lernen, auch mal Dinge auszuhalten“.
LETZTE DUELLE
In bisher drei Oberliga- Duellen gewann die Arminia zwei Mal (jeweils in der Saison 2012/13), ein Spiel gewann der FCG: Das Hinspiel im Schatten der Schüco-Arena endete deutlich mit 5:2 für unser Team.
TRAINERSTIMME
„Sportlich betrachtet geht es um Platz sechs - und damit haben die Jungs für das letzte Spiel nochmal einen schönen Anreiz, alles rauszuhauen. Wir haben uns unter der Woche aber mit den Jungs auch die Zeit genommen, um einen Moment stolz darauf zu sein, dass wir uns aus einer Saison rausgehen, in der wir Ziele nach oben anpassen konnten, in der wir nie etwas mit dem Abstieg zu tun hatten und in der wir sicher auf Platz sieben - und vielleicht sogar auf Platz sechs - ins Ziel gehen“, sagt Trainer Torsten Maas. „Emotional betrachtet hat das Spiel aber auch einen ganz anderen Wert: Es geht nochmal darum einen schönen Rahmen zu schaffen für alle Spieler, die uns verlassen werden. Allen voran für Eschi, dem wir zum Abschied nochmal ein paar erinnerungswürdige Momente schenken möchten“.
PERSONAL
Das letzte Spiel von außen betrachten müssen die verletzen Marvin Holtmann, Timon Tenambergen, Tom Langenkamp, Piet Bräunig und Alex Wiethölter.
STADIONHEFT
#AUSPURERFREUDEAMSPIEL
FOTO: m.b.sportsphotos
