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Rückblick Jahreshauptversammlung 2026

Gute Zahlen, imponierende Erfolge und eine große Euphorie

Artikel vom 15. Oktober 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    von Thomas Austermann

    Etwas mehr als ein Jahr nach der Neubesetzung des Vorstands des 1. FC Gievenbeck zog dieser auf der 78. ordentlichen Jahreshauptversammlung am 12. Oktober 2026 eine erste Bilanz und wurde für das Geschäftsjahr 2025/26 entlastet. Es war ein ausgesprochen erfolgreiches, sportlich wie wirtschaftlich: Erstmals übersprang der Etat die Millionengrenze, auch wurden die Gesamtverbindlichkeiten um 42.500 Euro reduziert auf nunmehr 238.000 Euro.

    Vor 62 stimmberechtigten Mitgliedern wurde aus dem Vorstandstrio mit Carsten Becker, Stefanie Vogt und Jens Truckenbrod wieder ein -quartett. Denn Roland „Rolo“ Böckmann, nach dem Ausscheiden von Stefan Grädler zum 30. Juni als kommissarischer kaufmännischer Leiter tätig, wurde von der Versammlung formell bestätigt als eben neuer Leiter dieser so wichtigen Sparte. Einher geht damit ein Sitz im Vorstand.

    Carsten Becker „feierte“ mit der Leitung der Versammlung seine Premiere als Vereinsvorsitzender und zog als erster Mann des Gesamtvereins ein Fazit, das aufgrund der vorgelegten Zahlen sowie der vielen sportlichen Erfolge von Wettbewerbsmannschaften ein ausgesprochen positives sein durfte. „Was haben wir erreicht und was noch nicht, diese Fragen haben wir uns gestellt und beantwortet“, blickte der 55-Jährige auf „gerechtere Beitragsbeträge“ und Erfolgen in der Vermietung. Die lange als Mehrzweckraum genutzten Quadratmeter beherbergen ab dem 1. November das Gym namens Fitomat, wofür die Krummenerl & Marouf Sport GmbH Miete an den Verein zahlt.

    Dass es auch einen Zuwachs an ehrenamtlich Engagierten gibt, erfreute Becker ebenso wie das künftige „energetische Plus“ durch Ankauf und Installation von Wärmepumpen, die die alte Heiz-Art ablösen. Von der neuen Leitung des Grundlagenbereichs durch Henning Timpe verspreche man sich ebenfalls viel.

    Sportleiter Jens Truckenbrod trat ebenfalls erstmals in dieser Verantwortung vor die Mitglieder und durfte strahlen ob der Bilanz der Oberliga-Ersten und des Aufstiegs der Zweiten in die Bezirksliga. „Wir mussten sparen und haben trotzdem einen sehenswert erfolgreichen Kader zusammenstellen können – und die Stadtmeisterschaft endlich mal wieder gewonnen“, sagte der langjährige Profifußballer. „Diese Jungs leben das, was uns wichtig ist. Ich beziehe den gesamten Staff mit ein und erlebe einen Zusammenhalt wie in einer Familie. Meinen Respekt dafür!“

    Böckmann, verantwortlich fürs Rechnungswesen, Controlling und die Buchhaltung, durfte mit Fakten untermauern, warum der FCG mit dem letzten Jahr bestens zufrieden war. Zum 30. Juni 2026 wurde zusammengezählt, dass Einnahmen in Höhe von 1,12 Mio. Euro Ausgaben in Höhe von 1,077 Mio. Euro gegenüberstanden und zur Liquidität keine neuen Verbindlichkeiten aufgenommen werden mussten. Vielmehr wurden wie erwähnt Schulden getilgt. Sein Dank galt Stefan Grädler, der „den Verein in ruhigeres Fahrwasser führte“ und den Altherren des FCG, deren „Engagement auf so vielen Ebenen für uns unverzichtbar ist.“ 

    Verabschiedet wurde der Haushaltsplan für 2026/27, den Böckmann mit Ein- und Ausgaben in Höhe von 1,27 Mio. Euro in der Waage halten will. Trotz drohenden Ungemachs: Angesichts des städtischen Sparzwangs sei von deutlich sinkenden Betriebskostenzuschüssen auszugehen. Auch wisse noch niemand, wie sich die avisierte Kündigung aller Überlassungsverträge seitens der Stadt bei den Sportvereinen real auswirken würden.

    Fußball-Abteilungsleiter Christian „Lüde“ Wielers, der seit dem 1. Juli auch auf der Geschäftsstelle wirkt, zog die Bilanz der sieben überkreislich aktiven Mannschaften und stellte die Bedeutung der Trainer heraus. „Wir haben 35 Mannschaften im Spielbetrieb, darunter als einziger Verein der Region drei A-Juniorenteams. Die 90 verantwortlichen Trainer sind unsere Zukunft, auch deshalb bilden wir sie fort.“ Mit „unfassbarem Stolz“ erfülle ihn der aktuelle Lauf der Ersten, die die Trainer Torsten Maas und Steffen Büchter stark gemacht haben. „Die Art des Fußballs sowie euer gesamtes Auftreten machen euch zu Vorbildern und Botschaftern. Ihr sorgt derzeit für eine sehr große Euphorie!“

    Auch wenn der Fußball die klare Nummer eins im FCG ist und bleibt, waren auch andere Abteilungsverantwortliche angetan von der Entwicklung im Club sowie ihrer Bereiche. Für die Tischtennis-Mitglieder sprach Michael Kersebaum und für den Roundnet-Bereich mit Thomas Ungerer der stellvertretende Abteilungsleiter, der bei der letzten WM dieser Sportart für die Nationalmannschaft der Tschechische Republik dabei sein durfte.

    #AUSBILDUNGSVEREINSEIT1949